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adh open - 5. Wettkampftag
adh open - 5. Wettkampftag
Der finale Tag in Seignosse an der südfranzösischen Atlantikküste

Die Gewinner der diesjährigen adh open stehen fest: Arthur Wystrychowski (TU Berlin) machte den ersten Platz in der Open Class, Carla Twelkemeier (Sporthochschule Köln) holte sich den Titel der Hochschulmeisterin Open Frauen, Jochen Mayer (Universität Tübingen) gewann das Longboardfinale der Männer und Daniela Cramer (Universität Heidelberg) das Longboardfinale der Frauen. Die Ergebnisse wurden heute Abend um 22 Uhr bei einer feierlichen Siegerehrung auf dem Veranstaltungsgelände bekannt gegeben.

Weitere Gewinner sind:

Open Class:
Platz 2: Moritz Möller (FH Wiesbaden)
Platz 3: Christian Seevers (Universität Würzburg)
Platz 4: Steffen Milloth (Universität/FH Mainz)

Open Frauen
Platz 2: Doris Then (Universität Essen-Duisburg)
Platz 3: Julika Nolte (Universität Kiel).
Platz 4: Christina Kröger (Uni Rostock)

Longboard
Platz 2: Hans Westermann (Universität Kiel) *
Platz 3: Max Lindenlaub (Sporthochschule Köln),
Platz 4: Chris Landrock (Universität Bremen)

Longboard Frauen
Platz 2: Milena Reichel (Universität Bremen)
Platz 3: Carla Twelkemeier (Sporthochschule Köln)
Platz 4: Christina Kröger (Uni Rostock)

Der Siegerehrung ging ein spannender Wettkampftag voraus. Am Morgen war man sich bei Kampfrichtern, Surfern und Zuschauern einig: die Bedingungen für die finalen Läufe der Hochschulmeisterschaften im Wellenreiten hätten nicht besser sein können. Auflaufendes Wasser mit ca. 1- 1.50 Meter Wellenhöhe und ab und an ein paar steile Brecher boten den Startern optimale Möglichkeiten ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch die Stimmung am Strand war enthusiastisch. Die ausgelassenen Fans wurden von der Wiesbadener Band Blind Circus (Teamrider Moritz Möller) unterstützt, die ihre Drums am Strand aufgebaut hatten und bei besonders souveränen Ritten die Schlagstöcke schwangen.

Pünktlich um 10 Uhr gaben die Männer der Open Class den Startschuss der Läufe und trugen den letzten Halbfinal-Heat aus. Somit stand fest, dass Arthur Wystrychowski (TU Berlin), Moritz Möller (FH Wiesbaden), Steffen Milloth (Universität/FH Mainz) und Christian Seevers (Universität Würzburg) im Finale um den Titel kämpfen werden.
Direkt im Anschluss starteten Daniela Cramer (Universität Heidelberg), Carla Twelkemeier (Sporthochschule Köln), Milena Reichel (Universität Bremen) und Christina Kröger (Universität Rostock) auf den Longboards ins Finale. Dabei hieß es Bangen um Carla Twelkemeier. Sie hatte sich gestern bei einem Unfall den Daumen geprellt und konnte nur mit getaptem Finger ins Wasser. Auch wenn die Wellen schnell zumachten und den Surferinnen die Positionierung durch den ungleichmäßigen Peak erschwert wurde, zeigten sie lange Ritte und einige Cross-Steps. Daniela Cramer erwischte sogar eine offene Schulter und konnte die Wellen unter tosendem Jubel des Publikums bis zum Strand abreiten. Dafür erntete sie einen Score von 7,8 Punkten, der ihr den verdienten Sieg brachte.

Im Finale der Longboard Männer gaben sich Max Lindenlaub (Sporthochschule Köln), Hans Westermann (Universität Kiel), Chris Landrock (Universität Bremen) und Jochen Mayer (Universität Tübingen) die Ehre. Jochen Mayer brillierte in einer linken Welle mit zwei Turns und schloss sie mit einem Floater ab. Auch Max Lindenlaub erwischte zwei gute Wellen und zeigte kleine aber feine Cutbacks. Die Kampfrichter dotierten Jochen Mayers Fahrt aber mit einer soliden 7,0, womit er sich den ersten Platz sichern konnte. Nach dem Heat nahmen ihn seine Tübinger Kommilitonen an der Wasserkante euphorisch in Empfang und ließen ihn hochleben. Er gewann damit zum zweiten Mal den Titel des Longboard Hochschulmeisters. Bereits 2004 hatte er sich in dieser Disziplin durchgesetzt.

Doris Then (Universität Essen-Duisburg), Carla Twelkemeier (Sporthochschule Köln), Julika Nolte (Universität Kiel) und Christina Kröger (Uni Rostock) begaben sich anschließend für den finalen Heat der Open Frauen ins nasse Element. Dort zeigte Carla Twelkemeier trotz Verletzung eine unglaubliche Show. War sie im Longboard-Heat noch etwas zurückhaltender, so zeigte sich jetzt ihr ganzes Können und fuhr in einer Welle drei radikale Manöver. Die Menge tobte und die Judges gaben ihr den bisher höchsten Score der Wettkampftage: 9,1. Am Ende des 20-minütigen Heats zeigte Julika Nolte eine noble Geste und half Carla Twelkemeier, die wegen Schmerzen an der Hand nur noch mit einem Arm paddeln konnte, aus dem Wasser.

Den Höhepunkt des Wettkampftages lieferten dann die Starter des Finallaufs der Open Class. Arthur Wystrychowski (TU Berlin) positionierte sich auf dem Wasser etwas weiter nördlich als die übrigen Surfer in der Hoffnung dort steilere Wellen anfahren zu können. Dieser Plan ging auf. Arthur erwischte dort offene Schultern und konnte dort sein Repertoire an Tricks demonstrieren. In Sachen Souveränität und Tickreichtum war ihm nur Moritz Möller (FH Wiesbaden) auf den Fersen. Er setzte auf die steilsten und größten Wellen, um das von ihm bekannte Powersurfern zu zeigen. Leider spielten die Wellen nicht optimal mit, so dass Arthur die Lorbeeren erntete. Er bekam den bisher höchsten kombinierten Wavescore der adh-open 2008 mit einer 8,0 und einer 7,7. „Die Bedingungen waren nicht immer ganz einfach, aber wir haben zu Recht einen Sieger ausmachen können, der sich klar von den übrigen Startern abgesetzt hat. Generell haben wir hier ein super-hohes Niveau gesehen und ich kann mir nur wünschen, dass zahlreiche Starter der adh open bei der deutschen Meisterschaft dabei sein werden“, so Jan Groenendijk, Präsident des deutschen Wellenreitverbandes und Head-Judge der adh-open 2008.
Im Anschluss an die Siegerehrung startete eine große Party auf dem Campgelände. Am morgigen Freitag gönnen sich die Teilnehmer noch einen Tag zum Ausklingen am wunderschönen Strand in Seignosse zum Surfen und Sonnenbaden. Am Samstag werden die Studenten dann wieder zurück nach Deutschland reisen. In diesem Jahr sind rund 560 Studenten (davon 180 Starter) von 58 Universitäten der Einladung zum größten deutschen Surfcontest gefolgt. Insgesamt wurden in den 5 Wettkampftagen 122 Heats ausgefahren.

Bilder: Meike Reijerman
Text: Ilona Van Eyseren

 



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france on fire...
 
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